Beim Malen kann ich mich verlieren – wie einst als Kind.
Intuitiv, farbenfroh und von Herzen
Pastellkreide, Bleistifte, Buntstifte, Tusche, Ölfarben, Pinsel, Papiere in allen Stärken und Größen, liebte ich schon als Kind und meine größte Freude war es, wenn ich malte. Das Malen, die vielen Farben und das Entstehen eines Bildes beruhigen mein Gemüt und ich tauche ab in eine andere Welt. Ich male intuitiv und liebe es, mich auch bei Bildern in Details zu verlieren. So wie bei der Pralinenherstellung. Auch das sind für mich Kunstwerke. Nur nicht so lange haltbar!
Neben meiner Arbeit als Konditorin und Inhaberin der Schokodeern habe ich auch weiterhin gemalt und konnte mir diese Leidenschaft bewahren. Für mich gehörte mein Beruf und das Malen seit jeher zusammen. Als Konditor zeichnet man sehr viel. Allein ein Schriftband mit „Herzlichen Glückwunsch“ aus Schokolade schreiben zu können, bedarf vorab viele Übungen auf Papier mit Bleistift, bis es schön und ästhetisch aussieht.
Durch das Malen fand ich zurück zu mir selbst.
Anfang 2026 überrollte mich ein schwerer Schicksalsschlag. Ich war für einige Monate aus meinem Leben gerissen worden. Während meines Aufenthaltes in der Klinik fing ich an, auf einem Papier ganz zarte und kleine Ornamente, Fische, Quadrate, Törtchen und Linien zu zeichnen. Ich fühlte eine tiefe Zufriedenheit und ich kam wieder zurück ins Leben.
Die Papiere wurden größer, die Werke bunt und ich berührte mit dem Gemalten die Menschen in meiner Umgebung. Es ist dasselbe schöne Gefühl, das mich durchdringt, wenn ich Backe oder Pralinen herstelle und mein Gegenüber leuchtende Augen bekommt und sich zutiefst freut und genießt.
Die Bilderserie „Gefühle“ ist entstanden, weil ich mich sehr viel mit Gefühlen beschäftigt habe. Ich weiß erst heute, wie kostbar es ist, wenn man seinem Gefühl Ausdruck verleiht. So hoffe ich, dass Dich in dem ein oder anderen Bild auch ein Gefühl anspricht.


